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Aus  der wechselvollen Geschichte des thueringischen Dorfes

TEIL II                                 Vogelsberg

Herzog Heinrich von Sachsen, auch der Finkler oder Vogelsteller genannt, betrieb am Fuße des Klausberges, nördlich des Dorfes,  den Vogelfang. Im Jahre 919 soll er hier am Vogelherd, der Gegend zwischen  der Rosenmühle und dem alten Lauf der Scherkonde, von Herzog Eberhard von Franken als neuerwählter König des Heiligen Römischen  Reiches zuerst begrüßt und von ihm mit den Reichsinsignien, den Zeichen der Macht und Würde, überrascht worden sein.

Dieser spätere König Heinrich hat sich oft in der steinernen Burg auf dem Klausbergburg aufgehalten. Die Burg wurde im Jahr 1633 bereits als "Wüste" bezeichnet und im Jahr 1756 waren von ihr nur noch Ruinen und ein Turm zu sehen. Behauene Steine der Burg fanden in den vergangenen Jahrhunderten Verwendung für den Bau von Häusern und Nebengelaß. So sind die Gebäude in der ehemaligen Rittergasse, heute Th.-Müntzer-Straße, größtenteils mit diesen Steinen gebaut worden. Jahrzehnte später wurden die Grundmauern dieser "Vogelsburg" gefunden. "Unter den Linden" - eine Lindengruppe auf dem Klausberg - bezeichnet noch heute diese Stelle.

Kaiser  Otto II. schenkte Vogelsberg im Jahre 974 dem Nonnenkloster St. Cruzis  in Nordhausen. Die alte Vogelsberger Königsburg mit dem dazugehörigen Land war schließlich der wertvollste Besitz des Klosters. Die Vogelsberger  Nonnen verhielten sich nicht "exemplarisch", deshalb vertrieb man sie später von hier.1220 wurde das Kloster in Vogelsberg aufgehoben  und in eine Domprobstei für Mönche umgewandelt, die bis 1307  auf dem hiesigen Gut verblieb. Heute erinnert nur noch eine Flurstücksbezeichnung  - "der Pfaffengang" - an die einstige Existenz der Mönche.

Im Jahre 1312 wurde Vogelsberg an den Grafen von Orlamünde verkauft. Nach dem Tode des Grafen 1372, fällt der Ort den Landgrafen von Thüringen (Haus der Wettiner) zu und gehört seit dem zur Herrschaft von Weimar.Heute gehört Vogelsberg zum Landkreis Sömmerda im Freistaat Thüringen.

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